Beratungsangebot
Rechtsgrundlagen
Die Regionen
Der Standort
Kontaktanbahnung

Die Gründer der Sozietät OSTCONSULT
Prof. Dr. Stanislav A. Basov (gest. 2002)
Manfred F. Cybalski (re.)
Die Sprecherin unserer Sozietät
Dr. Tamara V. Koroleva

Die interessantesten Investitions- und Vertriebsstandorte in der Ukraine

Die Ukraine ist administrativ in 24 Oblasts (Regionen), zwei städtischen Verwaltungs-einheiten (Kiew und Sewastopol) und die Autonome Republik Krim aufgeteilt.

Für reine Vertriebs- oder Marketingaktivitäten bieten sich als bestmögliche Standorte die ukrainische Hauptstadt Kiew oder eine der beiden ostukrainischen Industriezentren Charkow oder Donzek an.

Als Standortregionen für Produktionsakti-vitäten - falls sie nahe der EU-Außengrenze liegen sollen - bieten sich demgegenüber vor allem die drei westlichsten Regionen Lwow (Lemberg), Wolyn (Wolhynien) und Trans-karpatien an.

Sehr gute Erfahrungen vor allem mit einer effizienten und kooperativen Administration machten wir in der gleichfalls im Westen des Landes gelegenen Region Ivano-Frankivsk.

____________________________________

Die Regionen der Ukraine

Als besonders geeignete Standorte für mögliche Engagements mittelständischer deutscher Unternehmen sehen wir die nachfolgend aufgeführten Regionen.

KIEW 

Die Hauptstadt Kiew (Kyjiw) mit ihren rund 2,6 Millionen Einwohnern ist das Industrie- und Finanzzentrum der Ukraine. Zugleich stellt sie auch der Verkehrszentrum für sämtliche Verkehrsträger dar. Alle wichtigen Indus-triezweige und Dienstleistungsunternehmen der Ukraine sind in Kiew vertreten. Mit der Staatsuniversität und 17 weiteren Hochschulen bildet die Stadt auch das wissenschaftliche Zentrum der Ukraine. Der Standort bietet sich als Ausgangspunkt für Vertriebsaktivitäten in der Ukraine und Nachbarländer ( Belarus, europäischer Teil Russlands, Moldowa) an.

In der Region Kiew stellt die Lebensmittelindustrie mit etwas über 30% der industriellen Produktion die wichtigste Branche dar. Besonders im unmittelbaren Einzugsgebiet der Hauptstadt Kiew befinden sich viele Großbetriebe der holzverarbeitenden-, Maschinen- und Leichtindustrie. Hier befindet sich auch der größte internationale ukrainische Flughafen Boryspil. Im Südosten der Region liegen Erdölfelder, sie tragen rund 20% der ukrainischen Fördermenge bei.  

DONEZK

Das Steinkohlegebiet liegt im Südosten der Ukraine und stellt das schwerindustrielle Herz des Landes dar, mit den Schwerpunkten Kohleabbau und –veredelung, chemische Grundstoffindustrie sowie Metallurgie. Die bevölkerungsreichste ukrainische Region, nahe der russischen Grenze und am Asowschen Meer gelegen, leidet jedoch sehr unter strukturellen Schwächen.  

CHARKOW (Kharkiw)

Die Region im Osten der Ukraine beherbergt den landesweit zweitgrößten Wissenschaftsstandort. Dadurch stehen hier überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung, was zur Gründung mehrerer Softwareunternehmen führte. Die an der russischen Grenze liegende Region stellte zu sowjetischen Zeiten ein bedeutendes Rüstungszentrum dar und hat seit der ukrainischen Selbstständigkeit mit erheblichen Strukturproblemen zu kämpfen.

LVOV (Lwiw; Lemberg)

Infolge seiner geografischen Nähe zur polnischen Grenze unterhält die Region einen intensiven Güter- und Dienstleistungsaustausch mit dem Nachbarland. Mit einer gutausgebauten Infrastruktur bietet sich dieses Gebiet als einen geeigneten Standort für Produktionsstandorte nahe der EU-Außengrenze an.  

ODESSA (Odesa)

Diese Region mit der gleichnamigen bedeutendsten ukrainischen Hafenstadt ist das Tor zum Schwarzen Meer. In der Umgebung der Stadt befindet sich das Zentrum der ölverarbeitenden Industrie des Landes. Bedingt durch die günstigen Klimaverhältnisse ist die Region überdies der größte Getreideproduzent der Ukraine.

IVANO-FRANKIVSK

Im Westen des Landes, profitiert von seinen Bodenschätzen (Erdöl, Erdgas, Kohle, Phosphate). Des Weiteren von Bedeutung sind die Holzwirtschaft, die Metallurgie, der Maschinenbau und die elektrotechnische Industrie. Der Süden des Gebietes entwickelte sich zu einer attraktiven Urlaubs- und Kurregion.  

LUHANSK

Die Region ist die am weitesten östlich gelegene in der Ukraine und bildet das Tor zu den wichtigen russischen Industriegebieten Rostow/Don, Belgorod und Woronesh. Es dominieren die Kohlewirtschaft, Metallurgie und Petrochemie.  

Autonome Republik KRIM

Die Halbinsel-Region besitzt nur eine schmale Landverbindung zur Region Cherson und ist vom Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer umgeben. Aufgrund der Lage und des günstigen Klimas dominieren der Tourismus und der Anbau von Wein und subtropischen Früchten.  

DNJEPROPETROWSK (Dnipropetrowsk)

Dieses Gebiet stellt das Zentrum der ukrainischen Agrarwirtschaft, mit dem Schwerpunkt Getreideanbau, dar. Dementsprechend haben sich hier viele Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung und des Landmaschinenbaues angesiedelt.

ZAKARPATTJA (Transkarpatien)

Die Region – von der Ukraine durch die Karpaten-Gebirgskette getrennt – liegt im Südwesten und grenzt an Rumänien sowie an die EU-Beitrittsländer Polen, Slowakei und Ungarn. Die Region verfügt über eine gutausgebaute Infrastruktur mit einer dominierenden Holzwirtschaft. Des weiteren bietet sich das Gebiet für den Tourismus an.

____________________________________

Fakten und Tipps zum Einstieg in den ukrainischen Markt:

Seriöse und fachlich kompetente ukrainische Partner zu ermitteln und den Kontakt zu ihnen herzustellen, stellt die größte Hürde für einen Erfolg versprechenden Einstieg in den ukrainischen Markt dar.

Vor allem für kleinere und mittlere deutsche Unternehmen empfiehlt es sich, ukrainische Handelsvertreter oder kleinere Privatbetriebe in der Ukraine als erste Partner einzusetzen.

Ukrainische Geschäftspartner sind oftmals nur an kurzfristigen und sofort Erfolg bringenden Geschäften interessiert.

Der schrittweise Aufbau langfristig ausgerichteter Geschäftsverbindungen stößt bei den meisten privaten ukrainischen Unternehmen auf nur geringes Interesse.

Eine mögliche Kooperation mit einem ukrainischen Unternehmen sollte erst in einem zweiten Schritt angestrebt werden.

Die ukrainischen Verwaltungs- und Wirt-schaftsstrukturen sind kompliziert und für westliche Unternehmen kaum zu durchschauen.

Korruption auf allen Ebenen ist an der Tagesordnung. Vor diesem Hintergrund sollte nur behutsam in den Zukunftsmarkt Ukraine eingestiegen werden.

=================================

Vertriebsaufbau, Produktionsaufbau und Lieferantensuche:   www.rinok.de

__________________________________

 

 

Programm zur Verringerung der Importabhängigkeit von Energieträgern

Das Ministerkabinett der Ukraine hat durch eine Anordnung das Konzept eines Programms für die Entwicklung der Biokraftstoffproduktion für den Zeitraum bis 2010 gebilligt.

Das Agrarministerium der Ukraine wird als Auftraggeber für die Abwicklung dieses Programm fungieren. Das Ministerium für Industriepolitik der Ukraine wird beauftragt, unter Berücksichtigung der von der Regierung gebilligten Bestimmungen des Konzepts einen Programmentwurf für die Entwicklung der Biokraftstoffproduktion für den Zeitraum bis 2010 auszuarbeiten.

Gemäß diesem Programm soll die Ukraine im Jahre 2010 mehr als 520.000 Tonnen des Biokraftstoffes herstellen und verbrauchen. Wichtige Schwerpunke dieses Programms sind die Förderung des Baus von Produktionsstätten zur Herstellung von Biokraftstoff, der Errichtung von Zentren für konzentrierten Rapsanbau sowie die Gewährleistung des garantierten Vertriebes für die Rapsproduzenten.

 ____________________________________

Ukrainischer Außenhandelsdefizit vergrößerte sich in 2008 

Die Ukraine exportierte im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von rund 67 Mrd. $. Dem gegenüber standen Importe in einem Umfang von ca. 85,5 Mrd. $. Dieses entspricht einem Außenhandelsdefizit von umgerechnet rund 18,5 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2007 lag der Negativsaldo „nur“ bei rund 11,3 Mrd. $.

Der ukrainische Export vergrößerte sich zwar gegenüber 2007 um 36 %; gleichzeitig erhöhten sich die Importe aber um 41 %.    

Die Hauptexportregionen der Ukraine bildeten die Staaten der ehemaligen UdSSR mit 35,5 %, die EU-Länder mit 29,5 % sowie Asien mit einem Anteil von 22,8 %. Ukrainische Exporte nach Amerika, Afrika und Australien blieben dagegen nahezu unbedeutend. Nach Ländern aufgeteilt nahm bei den ukrainischen Exporten Russland mit 23,5 % deutlich den ersten Platz ein. Den größten Anteil bei den EU-Ländern erzielte Polen (4,3 %), gefolgt von Polen (3,5 %) und Deutschland (2,7 %).

Hauptexportartikel der Ukraine in 2008 bildeten wie bereits in den vorangegangenen Jahren mit mehr als 34 % Metallprodukte, in weitem Abstand gefolgt von verarbeiteten Erdölprodukte (6,1 %) und Getreide mit 5,5 %. 

Bei den ukrainischen Importen dominieren bei den Herkunftsregionen gleichfalls die GUS-Staaten mit einem Anteil von 39,2 %, gefolgt von den EU-Mitgliedsländern mit 33,7 % und Asien mit knapp 18 %. Nach Ländern aufgeteilt führt auch hier Russland mit 22,7 %. Hier liegt Deutschland jedoch mit einem Anteil von 8,4 % deutlich auf Platz zwei. Weitere Länder aus denen die Ukraine größere Importe bezog waren Turkmenistan (6,6 %), China (6,5 %) und Polen mit 5 %.   

Hier ist zu vermerken, dass zwei der führenden Herkunftsländer ukrainischer Importe Russland und Turkmenistan vornehmlich Energierohstoffe (Öl und Gas) liefern, während Deutschland und die anderen EU-Länder dagegen zumeist hochwertige Investitions- und Konsumgüter an die Ukraine lieferten.

Bis zum Frühherbst 2008 setzte sich dieser Trend fort. Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise gab es jedoch dramatische Rückgänge sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten. Auch für 2010 sind Rückgänge zu erwarten. 

(Quelle:  Staatliches Ukrainisches Komitee für Statistik, Kiew; 12.2.2009;  aktualisiert: 28.12.2009)  

____________________________________

Wirtschaftliche Entwicklung in der Ukraine zum Jahresende 2009

Als östlicher Nachbar des EU-Neumitgliedes Polen grenzt die Ukraine unmittelbar an die Europäische Union. Damit erhöht sich der Stellenwert des Wirtschaftsstandortes und Absatzmarktes Ukraine auch für mittelständische deutsche Unternehmen.

Auch wenn das Land zweifellos zu den Nachzüglern unter den osteuropäischen Reformländern gehört und der Reform-prozess bislang auch nicht reibungslos verlief, ist seit ungefähr 2000 ein deutlich positiver Trend erkennbar.

In den vergangenen drei Jahren wurde eine Reihe wichtiger Reformgesetze verabschiedet, die Verhandlungen über den ukrainischen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) beschleunigt und eine klare Ausrichtung in euroatlantische Strukturen deutlich. Beschleunigt hat sich diese Entwicklung seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Juschtschenko und seiner Premierministerin Timoschenko (1-9/2005 und erneut seit 12/2007). Aber auch unter den zwischenzeitlichen Premiers Jechanurow und Janukovitch war die Wirtschaft auf Westkurs ausgerichtet. Alle Wahlen seit 2005 erbrachten keine stabilen Mehrheiten im Parlament (Rada), so dass die politische Lage als instabil bezeichnet werden muss. Um so überraschender ist, dass die Wirtschaft sich davon abzukoppeln vermochte und sich gut entwickelte.    

Nach der wirtschaftlichen Dauerkrise der Neunzigerjahre befindet sich die Ukraine seit dem Jahr 2000 zudem auf einem soliden Wachstumskurs, Preise und Wechselkurse sind weitestgehend stabil, und die beträchtlichen außenwirtschaftlichen Überschüsse erbrachten für die Ukraine die Möglichkeit, ihren Zins- und Rückzahlungs-verpflichtungen gegenüber den Gläubigerstaaten problemlos nachzukommen.

Vor diesem Hintergund hat der neue EU-Nachbar im Osten einiges zu bieten:

Ein großer Binnenmarkt (ca. 47 Millionen Einwohner) mit aktuell stagnierender aber für 2010 wieder wachsender Kaufkraft, reiche Vorkommen agrarischer und mineralischer Rohstoffe, gut ausgebildete Arbeitskräfte bei niedrigem Lohnniveau (nur rund 1/3 des russischen Niveaus!) und die Brückenfunktion zwischen Europa und Asien sind die Pfunde, mit denen die Ukraine wuchern kann.

Wie für alle Staaten geltend, wurde auch die Ukraine von der im September 2008 beginnenden internationalen Finanzkrise getroffen. Das Land erhielt zur Stabilisierung einen IWF-Kredit in Höhe von rund 16,5 Mrd.$; welcher mit umfangreichen Auflagen verbunden ist. Des Weiteren erhielt die Ukraine einen 500 Mio. $-Kredit von der Weltbank.

Nachdem es bereits 2008 einen Rückgang der Industrieproduktion um -3,1% gab, erfolgte 2009 ein regelrechter Einbruch um -21,9%. Dieser Rückgang ist nur Vergleichbar mit dem Wirtschaftsrückgang unmittelbar nach dem Ende der Sowjetunion.   

____________________________________

 

Bruttosozialprodukte je Einwohner in der GUS (2007):

 

* Belarus: 4.620 $

* Russland: 9.091 $

* Kasachstan: 5.020 $  +

* Turkmenistan: 3.550 $

* Ukraine: 3.028 $

* Georgien: 2.316 $

* Aserbaidschan: 3.632 $

* Armenien: 1.996 $  +

* Moldawien: 1.759 $  +

* Usbekistan: 2.200 $

* Kirgistan: 595 $  +

* Tadschikistan: 524 $

+ = Angaben von 2006

____________________________________

Die drei wichtigsten Grundsätze beim Einstieg in den ukrainischen Markt lauten:

....Zeit....Geduld....Ausdauer....

Wer diese drei Grundsätze beachtet, dem bieten sich jedoch gute Geschäftschancen in dem zweitgrößten europäischen Flächenstaat mit seinen rund 48 Millionen Einwohnern.

Und nicht nur in dem 2,6 Millionen Einwohner zählenden Kiew (ukrainisch: Kyiv), sondern auch in den 25 Regionen außerhalb der ukrainischen Hauptstadt schlummert ein großes Potential an Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Mittelständler.

In Zeiten der Weltwirtschaftskrise und unter dem Druck des IWF wird die Ukraine in den Jahren 2009 und 2010 ihre Konsumgüterimporte drastisch senken müssen um zugleich die Investitionsgüterimporte deutlich zu erhöhen.

Besondere Marktchancen werden künftig dabei Anbietern für Investitionsgüter der Bereiche Energieversorgung und  -einsparung, regenerative Energiesysteme, Holzver-arbeitung, Agrar,  Textil und Metallurgie eingeräumt.     

________________________________

 

 

OSTCONSULT Aussenwirtschaftsberatung | ost@ostconsult.de